Hurra! Mein eigener Internet-Anschluss geht wieder...
ich kann beim Arbeiten wieder Radio hören und die Bilder hierhin hochladen macht so auch mehr Spaß.

Dienstag, 17. August 2010

GEBURTSTAG (11.7.)

Upsa, schon wieder ein Jahr älter.
Besonderes "Geschenk": genau ab heute bin ich gerade wieder soweit, dass ich ohne Klo in der Nähe für ein paar Stunden überleben kann... ich nutze das aus und fahre mit Jan in die Innenstadt. Ein bisschen Hafenrundfahrt und Spaziergang auf Elephanta Island. Vor den Höhlen auf der Insel gibt's lecker Geburtstagskekse.
Im Hafen die "Hansa Stavanger" gesichtet - ein deutsches Containerschiff, das vor einem Jahr noch überall in der Zeitung stand wegen Piratenentführung. Hier in Mumbai fällt das Schiff auf: viel zu wenig Rost...

DOCH NOCH KRANK (9.7.)

Irgendwann musste ich das ja auch noch mitmachen. Schön mit Fieber im Bett liegen und ordentlich Sch****rei.

Ab ins Krankenhaus... Wir haben hier außer unserer Universitäts-Dschungelklinik tatsächlich ein Krankenhaus in der Nachbarschaft, das wirklich wie ein Krankenhaus aussieht. So mit sterilen Gängen und blankem Boden und so...
Unser indischer Kumpel Ankit meinte noch "This hosiptal is very costly...."

Die komplette Arztrechnung kostet 500 Rupien... :-) plus 300 Rupien für die Apotheke für Antiobiotikum, Verdauungsminerlien usw... Unterm Strich 13€ für alles.
Was ein Glück, das mir meine Krankenversicherung völlig freie Arztwahl gibt.

Hätte nicht gedacht, dass das so lange dauert...
Nach dem Krankenhaus schaffe ich es - obwohl ich den ganzen Tag nix gegessen und nur Wasser getrunken hab - eine kleine Sauerei neben dem Lichtmast vor dem Supermarkt zu hinterlassen *Splurtsch*...

Indische Billigfluggesellschaften

Unser Flug von Delhi zurück nach Mumbai ist wieder mal was besonderes. Der Bus zum Flugzeug bleibt mitten auf dem Rollfeld liegen. Die letzten 20m zur Treppe durch den Regen machen wir dann mal zu Fuß. Irgendwie hat Kingfisher Red ein Händchen für Fluzeuge mit komischen Rappel-Geräuschen... ist zwar ein wunderschöner Airbus 320, aber irgendwie... naja. Wir kommen trotz Monsun-Gewitterwolken in Mumbai an - mit nur so 2 Stunden Verspätung

AGRA - AGRO (3.7.)

Früh morgens mit dem Shadabti-Express nach Agra gerollt - der Zug erinnert sogar entfernt an einen europäischen Intercity...

Die Stadt Agra ist furchtbar, aber was in Frankreich der Eiffelturm, in Australien das Opernhaus und in England die TOwerbrdige ist - das ist in Indien halt dieses Taj Mahal... deswegen muss man da hin als Tourist. *Uff*
Ok wir sind selber schuld.

Raus aus dem Zug und rein in den Bürgerkrieg!

Die Polizisten vertreiben den Haufen Rikscha-und Taxifahrer vor dem Bahnhofsausgang mit einem Stock wie Fliegen...
Trotzdem bilden die Leute eine rekordverdächtig große Wolke um uns.

Erstes Angebot: 1500 Rupien für eine Fahrt (25€ !). Während Jan gebannt auf sein GPS Handy guckt und auf ein Signal wartet müssen wir bloß zuhören, wie die Preise purzeln.
Irgendwann sagt uns jemand "150 Rupien".
Frage: "Bist du ein Taxi oder ne Rikscha"
"Taxi"
"Gut, dann fragen wir mal bei den Rikschas nach, die sind bestimmt billiger"

Hinterher fahren wir für läppische 30 Rupien zum Agra Fort.



Nettes Tor


Im Schlosspark will der Gärtner mit dem Gartenschlauch Klo-Benutzungsgebühr von uns eintreiben.


Die Streifenhörnchen wollen unsere Kekse... und irgendwelche indischen Touristen wollen Fotos mit uns machen. AAAAAA!



Weiter zum Taj - hier zahlen Inder 25 Rupien (40 Cent) und Nicht-Inder 750 Rupien (12,50€)... Noch Fragen? Klar - alle Touristen zahlen das, denn man kommt ja nur einmal nach Indien.
Am Eingang kriegen wir erstmal unserern Proviant (Kekse) abgenommen, mit dem wir eigentlich den Tag im Garten des Taj in Agra überdauern wollten.
Aber einigermaßen Hübsch ist der Schuppen schon. Totenstille herrscht aber im Inneren nicht. Ein Mann mit Trillerpfeife versucht, die Besucherströme auf Trab zu halten - will ja nix sagen, aber das Teil ist immerhin ein Mausoleum...



Das Ding hier kennt man so nicht unbedingt - steht direkt neben dem weißen.

Nach Lektüre unseres Reisführers "Gute Resturants gibt es in Agra nicht - es wurden Touristen gezielt vergiftet, um sie in teure Pseudo-Krankenhäuser einzuliefern" entschließen wir uns, das Taj auf gerader Linie in Richtung McDonald's zu verlassen.

Auf dem Weg dahin durchqueren wir eine Wohngegend, die man eigentlich schon Slum nennen kann. Viele kleine Kinder, die ihr großes Geschäft über dem Abwasserkanal am Straßenrand verrichten sprechen für sich.

Mc Doof in Agra ist in einer Shopping Mall untergebracht. Abgesehen von der Kakerlake unterm Tisch, dem Stromausfall zwischendurch und dem natürlich nicht vorhandenen Big Mäc ist es auch ein ganz normaler Mc Donald's wie überall sonst auf der Welt.
Die Mall steht zur Hälfte leer - die Nachbarn aus dem Slum kaufen hier wohl nicht so oft ein. Es regnet durch's Glasdach... dummdidumm :-)

Mein Sitznachbar im Zug zurück nach Delhi am Abend kommt aus Bophal. Er fragt mich, ob ich seine Stadt kenne...
Meine Antwort "Yes, I'm a chemical engineer...!"

Delhi (1. 7.)

Auf dem Rückweg von Nepal Einen kleinen Schlenker über Delhi gemacht...

HOTELBESCHISS
Eigentlich stand in der Buchungs-Email drin, dass uns das Hotel kostenlos am Flughafen abholt - nichts davon, dass diese Abholung auch pünktlich ist.
Nach einer Stunde warten steht tatsächlich unser Taxi vor dem Terminal. Ich unterstelle dem Hotel einfach mal, dass die ein bisschen Geld sparen, wenn die Gäste einfach auf selbst bezahlte Taxis ausweichen, wenn sie so lange warten müssen.
Der Fahrer hat eine Freisprechanlage - die Lautsprecher sind direkt neben unseren Sitzen und viiiiieeeeel zu laut - autsch. Irgendwie sieht das Hotel in Realität völlig anders aus als auf der Internetseite - hat ja keiner gesagt, dass die Fotos auch wirklich hier gemacht wurden...
Aber trotzdem sieht die Lobby und unser Zimmer nicht schlecht aus. Unser Gepäck wird uns bis ins Zimmer geschleppt - das lässt sich gar nicht vermeiden. Für Jugendherbergstarif mit Klimaanlage und warmer Dusche im eigenen Badezimmer nicht schlecht...

Natürlich hat uns die Rezeption das Hotel-eigene Restuarant empfohlen. Das Essen ist in Ordnung aber ein bisschen langweilig. Aber nach sowas darf man am Hoteltresen nicht fragen.

Delhi ist super - vor allem wenn man die Frau am Hoteltresen ignoriert, die einen laufend anlügt und uns heute was von nem Metro Streik erzählt... "It's better to have a Taxi - I can arrange" und schon den Telefonhörer in der Hand hat. Schon schlimm was Provisionen und Schmiergeld so ausrichten.


U BAAAAAHN
okee - jetzt zu den schönen Seiten:
Delhi hat ne Super-Metro. Ganz neu mit Wagen von Bombardier aus Görlitz und von Hyundai aus Korea. An den Eingängen gibt's Schranken, die sich mit berührungslosen Tickets öffnen lassen. Einfach Geldbeutel auf den Kasten schmeißen und rein.

Dieses Foto hätte ich eigentlich nie gemacht - wenn es nicht in Indien wäre... wenn die Inder wollen, können die auch sowas glänzendes, schönes Bauen

KEIN ZUTRITT FÜR KINDER UND FRAUEN OHNE BEGLEITUNG




Eine der Sehenswütigkeiten in Delhi ist eine Moschee - irgendwo in der Altstadt steht das Ding. Auf dem Platz im Inneren treffen wir eine fast-Nachbarin. Sie kommt aus Viernheim - eine halbe Fahrradstunde von Weinheim.
Wir nehmen sie mal mit auf's Minarett - da hätte man sie ohne uns nicht hoch gelassen und danach verabreden wir uns zu einem Abendessen in der...

PARATHA HALLI GALLI
In der Innenstadt gibt's total versteckt die "Paratha Walli Galli". Hat tatsächlich ein bisschen was mit Halligalli zu tun - die kleinen Wuselgässchen sind von der Straße aus nicht als solche zu erkennen.

Man muss einfach in einem schmalen Spalt zwischen zwei Läden verschwinden und man landet in einem Labyrinth aus Gassen, die so schmal sind, dass man den Himmel über einem nicht mehr sieht.


Nachdem man 20 Stoffläden, ein paar Wohnzimmer und die Küche von irgendjemand durchquert hat steht man mit etwas Glück vor einem Paratha-Restaurant, das schon seit 5 Generationen im Familienbesitz ist. Yummy.


Hier werden Parathas gemacht. Das sind frittierte Pfannekuchen...


... und kosten inklusive Gemüse-Kartoffel-Teller 50 Cent. 3 Parathas und 1,50€ später bin ich mehr als satt...


Abends tun wir uns noch ein bisschen mehr alte Gemäuer an - im Roten Fort gibt's ne Lichtershow. Wir nehmen einfach mal die Show auf Hindi... man versteht nix, aber das bunte Licht sieht man trotzdem. Hier ist ein selbst gebautes Surround-Sound System installiert.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Gemischtes aus Nepal

Weil's so schön war kommen hier einfach noch ein paar Fotos rein, die sonst nicht gepasst haben...
Mit der Canon hab ich 2542 Fotos verballert - ein paar sind auch tatsächlich ganz hübsch geworden und können einfach nicht auf meiner Festplatte verstauben ohne dass die jemand sieht.

TSCHÖÖÖÖÖTSCH!

Kirche gibt's auch mit Wellblech - in einem eher buddhistisch geprägten Land.

HÄNGEBRÜCKE

Eine unserer ersten Hängebrücken

OASE

Das Dorf Marpha sieht mit den Flachdächern inmitten recht trockener Umgebung aus wie irgendwo in der Sahara

KIKERIKIIII!

Eine Institution in jedem Dorf. Weckt zuverlässig zum Sonnenaufgang oder vielleicht früher oder später. Wie gesagt: Eine Reise nach Nepal ist immer auch ein bisschen Zeitreise.

Dienstag, 27. Juli 2010

Abflug

So, das war Nepal.
Nach einer Wahnsinns-Busfahrt (wieder mal überlebt) kommen wir in Kathmandu an, fläzen uns in einen Biergarten und testen die Nepalesische Braukunst. Everest Beer und Nepal Ice kommen in der 650ml Pulle. Nepal Ice hat so um die 7 Umdrehungen. Ich bin nix mehr gewohnt und kann nach einem Bier nicht mehr so richtig gerade laufen... aber schön war's im Biergarten schon mit dem lecker Naan-Brot und ein bisschen totem Huhn :-)

Schön pennen - hier kostet das Hotel Stolze 500 Rupien (5,50€) für's Doppelzimmer mit eigenener warmer Dusche. Natürlich wollten die mir am morgen danach noch 10% "Service Charge" aufbrummen. Zu dem 500er Schein hab ich stumpf nix dazu gelegt mit dem Kommentar "Yesterday, we made a deal - 500!".


Die Postkarten nach Deutschland sind billiger als aus Deutschland selber... mit der Sonderbriefmarke. Ja, das ist der Kölner Dom auf der Nepalesischen Briefmarke. Ich hoffe, dass wenigstens eine von unseren Karte dieses Jahr noch ankommt.

Unsere letzen Rupien haben wir einfach mal in Kokoskekse und Haribo investiert - in Nepal gibt's die im Touri-Supermarkt, in Indien nicht.

Kathmandu International Airport
Der Flughafen von Kathmandu ist schon ein bisschen speziell. Neben den ganzen kleinen De Havilland Twin Otter Flugzeugen (für die kurzen Landebahnen in der Pampa) sieht man vor allem ausländische Maschinen. Nepalesen verreisen wohl eher selten selber. Dafür ist die Miscung da draußen recht bunt - neben unserer JetLite Maschine steht eine absolut vertrauenswürdige McDonnell Douglas von GMG Airlines aus Bangladesh.


Bei einschlägigen Ryanair-Flughäfen sieht man schonmal "Alternative" Check-In Schalter. Aber auch bei DEM Flughafen des Landes gibt's hier echte Pappschilder am holzgeschnitzen Check-in Schalter. Auf der Klobrille sehe ich Schuhabdrücke - irgendein Fluggast hat heute wohl zum ersten Mal ne echte Kloschüssel benutzt.
Aber hey, eine Packung Kekse kostet nicht 4€ wie in Frankfurt...

Die Sicherheitskontrollen werden unglaublich oft wiederholt. Arbeit kostet hier ja nix. Zum Schluss wiederholt die Fluggesellschaft nochmal die Handgepäck- und Personenkontrolle direkt an der Treppe zum Flugzeug - scheinbar vertrauen die dem Bodenpersonal nicht.

Normalerweise bewegen sich ja startende und Landende Flugzeuge alle in die gleiche Richtung auf der Start/Landebahn - immer gegen den Wind.
Ich glaube, wir sind diesmal mit dem Wind gestartet. In Richtung 8000er Gipfel im Himalaya starten Piloten wohl nicht gerne mit ner 737...