Hurra! Mein eigener Internet-Anschluss geht wieder...
ich kann beim Arbeiten wieder Radio hören und die Bilder hierhin hochladen macht so auch mehr Spaß.

Sonntag, 9. Mai 2010

Der beste Wecker (SO 9.Mai)

Es ist Sonntag morgen, 7:50 Uhr in Indien... und ich frage mich, warum meine beine so schrecklich jucken.

Nachdem meine Augen endlich auf scharf gestellt sind, entdecke ich in meinem Bett, quer über mein Fußende eine Ameisenstraße... das ist einfach nicht fair.
Meine Waden und Füße sehen so aus, als ob ich sehr viele Mückenstiche hätte - aber die sind genau da, wo meine Beine über der Ameisenstraße lagen - eine Ameisenstraße mit so 30cm breite...

Als Jan endlich wach ist, legen wir die Ameisenstraße mal mit der Baygon-Flasche still. Wenn ihr mich piekt, sprüh ich eben zurück. So!

Auf zum Supermarkt, Kehrblech gekauft, Ameisen weggemacht...

Samstag, 8. Mai 2010

DER IIT CAMPUS

MAIN GATE
Der erste Eindruck ist schonmal ganz wichtig - was man von der Uni zuerst sieht, ist natürlich das Haupt-Tor.



Das da ist nicht etwa die Zufahrt zu einem Dschungelcamp, sondern das Haupt-Tor zum Campus.

Nene... kein Scheiss, echt jetzt! Das ist auch kein Seiten-Eingang oder so, das ist der HAUPT-Eingang. Und ja, diese Konstruktion besteht nur aus ein paar Stangen und einer Plane drüber.


ICE CREAM PARLOUR





Was in Aachen Del Negro ist, ist hier so ein netter Stand unter den Bäumen... Die Sorten sind ein bisschen anders - man verarbeitet hier eher tropische Früchte - und die Kugel kostet ca. 35 - 40 Euro-Cent.

WOHNHEIM

Das hier auf dem Foto ist Hostel 13, wir wohnen in Hostel 12 - direkt nebenan und baugleich. Wenn ihr's mal aus der Luft sehen wollt, z.B. bei Google Earth, hier die Koordinaten: 19.135513915637596 N, 72.90450632572174 E

MITTAGESSEN

Joa - also Mittagessen sieht meistens sehr ähnlich aus: Reis, Soße dazu und ein bisschen Chapati-Brot... Ich weiss nicht, ob es vieleicht doch Frühstück und Abendessen war - sieht hier alles gleich aus.

WELLBLECH
Also Bauzäune werden hier schonmal sowieso aus Wellblech zusammengedübelt.



Bauwagen oder Container gibt's auch nicht - Bauarbeiter können ja in Wellblechhütten wohnen - auch auf dem Campus. (Links, unter den Bäumen)


Hier gibt's Frühstück für Bauarbeiter. In der linken Bildhälfte sieht man eine Bude mit Theke...

SCHOOL OF MANAGEMENT

Die BWL-Abteilung... im Vordergrund sieht man die wichtigsten Fortbewegungsmittel auf dem Campus.

POWAI LAKE

Der Campus grenzt direkt an einen See, den Powai Lake. Das sieht vor allem Abends ganz nett aus, wenn sich die Palmen im Wasser spiegeln.

Der Unterschied zwischen Aachen und Mumbai


... wie ihn mein Computer sieht

Bergsteigen auf dem Campus (SA 8.Mai)

Heute früh gibt es einen kleinen Morgen-Spaziergang mit Ankit und Shrikant.
Zu dem Uni-Campus gehört nämlich auch ein beachtlicher Hügel - zumindest die eine Hälfte davon.

... und die beiden Hälften werden mit einem ordentlichen Zaun mit Nato-Stacheldraht getrennt.


Gipfel-Party!

Vom Gipfel hat man eine tolle Aussicht auf den ganzen Campus...


...und auf den Slum auf der anderen Seite des Zauns, wenn man auf der Rückseite den Hang runterguckt.



Die Wellblechhütten gehen an einigen Stellen bis DIREKT an den Zaun des Uni-Geländes. Der Stacheldraht wird bisweilen als Wäscheleine benutzt. (Man sieht den Stacheldrahtzaun nicht so gut, aber der ist genau da, wo die Wellblechütten anfangen.)


Rechts (grün) = Campus, links (grau/braun) Wellblechhütten direkt am Zaun.

Indische Kneipe (FR 7.Mai)

Langsam scheint so etwas wie Studenten-Alltag einzukehren...

Morgens die Ergebnisse meiner Arbeit (Modelle von einer Pumpe und einem Flash) meinem Chef gezeigt, danach lecker Mittagessen, Mittags-Schläfchen, um 5 ein kleiner Foto-Spaziergang auf dem Campus.

Abends ging's mit unserem indischen Kumpel Ankit in ein Restaurant"Laxmi" vor dem Haupt-Tor. Hier gibt es leckeres indisches Essen und Bier. Man sollte aber unbedingt die Temperatur der Flasche überprüfen, bevor man den Kallner das Ding aufmachen lässt.
Das gute indicshe Kingfisher-Bier war einfach mal nicht kalt, so dass wir erstmal auf amerikanisches Bud ausweichen mussten.
Hier ist Bier übrigens ziemlich genauso teuer wie in Deutschland -> Ein Bier kostet etwa so viel wie 2 Teller mit Essen drauf...

Das auf dem Foto bin ich mit einem "Mocktail" - es soll ja Leute geben, die ihr Land nur verlassen, wenn sie im Ausland einen Strand und Cocktails mit kleinen Sonnenschirmchen vorfinden - also zweiteres wäre schonmal da...

SIM-Karte und Programmieren (DO 6.Mai)

Endlich hab ich meine indische Handy-Nummer. Ken hat mir seine SIM-Karte vererbt.
Das hat für nicht-Inder in Indien unschätzbaren Wert. Nicht, weil SIM-Karten teuer wären - ein Gespräch von Handy zu Handy in ein anderes Netz kostet hier 0,5 Rupien (weniger als 1 Euro-Cent) für einige Minuten.
Das Problem: SIM Karten kann man sich zwar kaufen, aber selbst Prepais-SIMs werden einem als Auslaänder wohl immer wieder gesperrt, weil Vodafone einfällt, dass irgendwelche Dokumente noch nicht eingereicht wurden...

Den ganzen Nachmittag verbringe ich mit programmieren und Jan damit, das Programm irgendwie auf deinem Rechner zum Laufen zu bringen. (Bei mir klappte das Reibungslos - bei Jan gar nicht). Außerdem ist Jan fleißig am Tunnel-Bohren - son Proxy ist ja nicht auszuhalten.

Maßgeschneiderte Anzüge und Kuhställe (MI 5.Mai)

Klar - Indien ist das Land der Gegensätze. Hier eine Wellblechhütte, da ein schicker Campus...

Heute Abend ist Ken's letzter Abend in Indien. Ken fliegt wieder zurück nach Hause (= Malaysia).
Zu diesem Anlass geht er mit deinen Kumpels nochmal lecker Essen und nimmt uns mit.
Das Restaurant ist im Einkaufszentrum "R City Mall" - ein ziemlich dickes Ding, das so auch in Europa stehen könnte, im Zweifelsfall nur etwas größer.
Hier gibt es alles von der Levis-Jeans bis zum Apple-Computer.

Auf dem Weg dahin sind wir mit der Rikscha gut 15 Minuten unterwegs und kommen an Schicki-Micki-Vierteln vorbei und am Rand eines Slums mit Kuhstall an der Straße und einer großen Rikscha-Werkstatt vorbei.


Bringt einen von A nach B für ca. kostenlos: Die Auto-Rikscha. Muss man nicht bestellen. Wenn man eine braucht, kommt innerhalb von 3 Minuten meistens irgendeine freie vorbei.

Matthias, ein deutscher Student, der auch so gut wie weg ist, holt vorher noch seinen maßgeschneiderten Anzug beim Schneider ab... das mach ich vielleicht auch noch.